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Unser VereinVeranstaltungenDeutsche GeschichteGeschichte WürttembergsOrtsgeschichte KöngenDie RömerPublikationenKöngener Geschichten

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Allen Schülern und Studenten, die gerade eine Prüfung zu bestehen haben, wünschen wir viel Erfolg.  Wir drücken auch die Daumen für diejenigen, die eine Klausur schreiben müssen oder eine Hausarbeit bzw. Referat anzufertigen haben.
 
 
Über jede Zuschrift freuen wir uns. Hier unsere E-Mail-Adresse  

Artikel im 'Köngener Anzeiger' - Amtsblatt der Gemeinde Köngen - vom 22. März 2012
 
Die Welt klickt sich auf Köngen

4,0 Millionen Besucher der Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen e.V.

 

Die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen wurde seit ihrem ersten Auftreten im Netz am 1.Mai 2001 von 4,0 Mio. Personen aus 122 Ländern besucht, die insgesamt 8,2 Mio.  so genannte Seiten abgefragt haben. Die Tendenz ist immer noch steigend. Trotz der Schulferien waren es im Dezember 2011 85.220 Besucher und 138.780 Seitenabfragen. Am 28. November 2011 wurde mit 5.154 Besuchern und 7.622 Seiten ein Tagesrekord erzielt. In Spitzenzeiten wird im Durchschnitt alle sechs Sekunden auf eine Seite des Vereins zugegriffen.

Jede der 102 kostenlos angebotenen ‚Seiten’ behandelt ein geschichtliches Thema. Die Deutsche Geschichte von 1250 bis 1989 wird in 30 Themen  beschrieben, deren Bandbreite von den römischen Kämpfen gegen die Germanen über „Weltbild und Gesellschaftsordnung des späten Mittelalters“ bis hin zur deutschen Wiedervereinigung reicht. Für die Römische Geschichte, die Württembergische Geschichte sowie für die Ortsgeschichte Köngens wurde ebenfalls eine Gliederung nach Epochen gewählt.

Spitzenreiter bei den Themen sind die Abhandlungen über die Industrielle Revolution, die Innen- und Außenpolitik Bismarcks, die Weimarer Republik, die Entstehung und Ausbreitung des Christentums, die deutsche Teilung sowie eine Sammlung lateinischer Sprichwörter. Ziel der von dem Mitglied Dieter Grießhaber in Design und Inhalt erstellten Homepage ist es,  durch  einfache Erklärung, übersichtliche Darstellung und Konzentration auf das Wesentliche die Geschichte allen Interessierten, insbesondere Schülern und Studenten, näher zu bringen.

Ein Zeichen für die Qualität der Abhandlungen ist, dass viele Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel Schulen, Universitäten oder Goethe-Institute im In- und Ausland durch einen Link auf die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins hinweisen. Das Hessische Kultusministerium empfiehlt in seinem Projekt ‚Lehrplan online’ sowohl Lehrern als auch Schülern die Internetseiten des Vereins.

Wer die Internet-Suchmaschine Google mit Stichwörtern aus der deutschen, württembergischen und römischen Geschichte füttert, sieht die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins auf der nach Beliebtheit sortierten Referenzliste fast immer auf einem Spitzenplatz.

Über 1.500 Schüler und Studenten haben sich für die übersichtliche und inhaltsreiche Darstellung bedankt, die ihnen zu guten Noten bei Hausarbeiten, Referaten und Prüfungen verholfen hat. Auch Lehrer greifen bei der Vorbereitung ihres Geschichtsunterrichts vermehrt auf die Köngener Homepage zurück. Der Gästebucheintrag einer Lehrerin lautet: „Ich möchte mich endlich einmal für diese hervorragende Seite bedanken!! Ich empfehle sie immer meinen Schülern als Vorbereitung fürs Abi! Sie informiert kurz und verständlich über die wichtigsten Daten und Fakten! Die Seriosität wird durch ausführliche und durchweg sinnvolle Literaturangaben unterstrichen. Danke!“

Mehrere Zeitungen, so die Stuttgarter Zeitung, die Esslinger Zeitung und die Wendlinger Zeitung haben ausführlich über die gemeinnützige Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen berichtet.


 
Artikel in der Esslinger Zeitung vom 16.05.2011
 

Ein Lichtblick im Geschichte-Dickicht

KöNGEN: Mehr als sieben Millionen Klicks auf Homepage des Geschichts- und Kulturvereins - Dankeschön von vielen Schülern

Das mündliche Abitur naht. Ein heißer Tipp für alle, die in Geschichte drankommen - und für alle anderen Interessierten -, ist die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen. Rund sieben Millionen Zugriffe in den zehn Jahren ihres Bestehens und begeisterte Einträge im Gästebuch sprechen für sich.

Von Karin Ait Atmane

Viele Universitäten im In- und Ausland oder auch das Goethe-Institut haben auf die Homepage verlinkt, an der Dieter Grießhaber seit mehr als einem Jahrzehnt fast täglich arbeitet. Seit ihrem Start am 1. Mai 2001 wurde sieben Millionen Mal auf sie zugegriffen, im Durchschnitt das ganze Jahr lang alle 26 Sekunden. Spitzenzeit ist immer zwischen 16 und 17 Uhr, die Tendenz ist steigend. „Das halten wir für etwas Bemerkenswertes“, sagt Sonja Spohn, stellvertretende Vorsitzende des Geschichts- und Kulturvereins. Auch wenn eine Internetpräsenz heute beinahe selbstverständlich ist, für einen Verein mit knapp 200 Mitglieder ist dieses Interesse beachtlich. Das Jahr 2011 lasse bisher darauf schließen, dass „wir wieder durchschnittlich um acht Prozent wachsen“, berichtet Grießhaber stolz. Er verfolgt genau mit, wer die Website nutzt und welche Themen besonders gefragt sind - in jüngster Zeit war es die Industrialisierung. Gründlichkeit hat Grießhaber im Beruf bei IBM ebenso gelernt wie das Wichtigste herauszufiltern und auf den Punkt zu bringen. Genau das ist es, was die vielen Schüler, Lehrer und andere suchen, die die Seite im Internet anklicken. „Die Leute sehnen sich nach einem Überblick“, sagt Grießhaber. Er strukturiert seine Themen: Begriffserklärung, Vorgeschichte und Hintergründe. Dann geht es kurz und prägnant weiter, bei Bedarf können die Leser weiter ins „Kleingedruckte“ gehen oder einen Link zur ausführlichen Darstellung anklicken. Auch optische Übersichtlichkeit ist Grießhaber wichtig. Zusammenhänge sollen sich erschließen. Nur so könne man Geschichte verstehen, sagt der Hobby-Historiker, der selbst jede Woche eine Vorlesung an der Uni hört und viele Bücher wälzt. 102 Themen hat er schon aufbereitet, von der Entwicklung des Christentums über die Römerzeit bis hin zur württembergischen Geschichte und zur Ortsgeschichte. Er beantwortet auch Anfragen, die über das Internet kommen. Dieses Medium ist dem Verein wichtig, weil es junge Menschen anspricht. Davon sind nicht allzu viele im Geschichts- und Kulturverein Mitglied, aber immerhin einige wie Ulrike Zimmermann, die am Veranstaltungsprogramm mitarbeitet. Für Kinder macht der Verein im Sommerferienprogramm Aktionen, in Zukunft will er noch mehr Aktivitäten für Eltern und Großeltern anbieten. Auch die Kooperationen mit Schulen sollen ausgebaut werden. Die Homepage bleibt weiterhin Rettungsanker für viele Schüler - gerade in den kommenden zwei Wochen.


 
Artikel in der Nürtinger Zeitung (Wendlinger Zeitung) am 14.05.2011
 
„Das Geheimnis ihres Erfolges“

Der Internet-Auftritt des Geschichts- und Kulturvereins Köngen wird von Menschen auf der ganzen Welt geschätzt

 

Was hat sie, was viele Schüler im Geschichtsunterricht vermissen? Scheinbar ganz einfach: Sie gibt einen Überblick über das große Ganze und sie ist in verständlicher Sprache geschrieben. Darauf beruht der Erfolg der Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen mit 7,1 Millionen Zugriffen in zehn Jahren.


VON GABY KIEDAISCH

KÖNGEN. „Unsere Homepage hat eine weltweite Resonanz“, sagte Sonja Spohn, nicht ganz ohne Stolz, bei der gestrigen Pressekonferenz des Vereins. Stolz darf die Zweite Vorsitzende getrost sein, denn der Internet-Auftritt des Geschichts- und Kulturvereins wird täglich von mehreren Tausend Menschen besucht. „Allein gestern waren es über 5000“, unterfüttert Dieter Grießhaber das Gesagte mit Fakten. „Vor allem während des Abiturs steigen die Zugriffe an, und es werden täglich mehr“, schmunzelt Sonja Spohn, als Schulleiterin, über diesen unglaublichen Erfolg.

Dieter Grießhaber ist mehr als der Computerspezialist des Vereins. Er ist zwar derjenige, der den Internet-Auftritt seit zehn Jahren pflegt. Er ist aber auch einer der Hauptautoren im Verein und Verfasser unzähliger Geschichts-Manuskripte, von der Köngener Ortsgeschichte über die Landesgeschichte bis hin zur deutschen Geschichte, stets mit Querverweisen versehen wie zur Französischen Revolution.

Dabei ist der Hobbyhistoriker von Haus aus Volkswirtschaftler und hat 30 Jahre bei einer großen Computerfirma gearbeitet. Als er vor 13 Jahren pensioniert wurde, hatte er endlich Zeit für seine zweite Leidenschaft – Geschichte. Wöchentlich ist er mindestens einmal an der Uni in Stuttgart und besucht Geschichtsvorlesungen. „Meine Berufsjahre waren Lehrjahre für die Vereins-Homepage“, lacht Grießhaber und beweist mit dem Gesagten, dass auch Geschichtsinteressierte durchaus Humor haben können, und langweilig – wie viele meinen – war Geschichte für Grießhaber sowieso nie.

Das merkt man auch seinen Geschichtsdarstellungen an. Kein bloßes Aufzählen von Jahreszahlen oder chronologisch langweilige Abhandlungen – sondern allein den Römern hat Grießhaber 20 Unterthemen gewidmet wie zur Medizin oder zum Leben im früheren Dorf Grinario (das jetzige Köngen). Grießhaber schafft Zusammenhänge und will Spannung erzeugen: „Eine schwülstige Schreibweise ist nicht mein Ding, ich möchte Appetit machen auf weitere Themen.“ Über 102 Seiten verfügt die Homepage, von 3,4 Millionen Personen aus 122 Ländern wurde sie schon besucht. Zuschriften aus der ganzen Welt sparen nicht mit Lob und Zuspruch und selbst Lehrer bedanken sich über „die übersichtliche und inhaltsreiche Darstellung“.

Ein Zeichen dafür, dass die Inhalte der Homepage Hand und Fuß haben, das unterstreichen zahlreiche Links von Schulen, Goethe-Institute und gar von Universitäten auf die Seiten des Geschichts- und Kulturvereins. „Selbst das hessische Kultusministerium empfiehlt in seinem Projekt ,Lehrplan online‘ sowohl Lehrern als auch Schülern die Internetseite des Vereins“, so Grießhaber.

Seit 17 Jahren besteht der Geschichts- und Kulturverein Köngen. Von Beginn an stand der Verein immer wieder in der Öffentlichkeit: Ob mit der Herausgabe des berühmt gewordenen Daniel-Pfisterer-Faksimiles „Barockes Welttheater“, mit der Verleihung des gleichnamigen Preises, der Ausstellung über die Malerin Anna Peters, regelmäßigen Beiträgen zu den „Köngener Geschichten“ oder dem Einsatz und Sponsoring während der Sanierung des Köngener Schlosses. Mit insgesamt 48.000 Euro unterstützte der Geschichts- und Kulturverein das Projekt, für den Kachelofen im Rittersaal, die Dachreiter, die Freilegung der Bilder im Weißen Saal oder die Anbringung des Thumbschen Wappens über dem Eingangsportal.

Daneben gibt es ein monatliches Veranstaltungsprogramm mit Führungen und Exkursionen mit Gastreferenten sowie eigenen Führungen im Schloss, Rundgängen durch das historische Köngen und vielem mehr.

Dass ihm das Betätigungsfeld einmal ausgeht, darüber muss sich der Verein keine Gedanken machen, auch wenn noch andere Projekte abgeschlossen sind, wie die Instandsetzung des Alten Friedhofs an der Plochinger Straße – zumindest fast, denn es fehlt noch das Geländer am früheren Aufgang zur Kirche, außerdem steht die Frage im Raum: was passiert mit der Gedenkstätte der Heimatvertriebenen?

Derzeit unterstützt der Verein die Renovierung der Peter-und-Pauls-Kirche. Mehr in Erfahrung bringen will man künftig über die historischen Porträts abgebildeter Kaiser im Rittersaal oder über ausgewanderte Köngener, was sich in einem biographischen Köngener Lexikon nachschlagen ließe. Besonders der Jugendarbeit will man sich – nicht uneigennützig – verstärkt widmen, indem der Verein Kooperationen mit Schulen eingehen möchte. „Das trägt auch zur Identifkation mit dem Heimatort unter den Jüngeren bei“, weiß Sonja Spohn.

 

Vor dem Köngener Schloss: (von links) Vorsitzender Karl Rein, Dieter Grießhaber (Autor und Computerspezialist), Ulrike Zimmermann (erstellt das Jahresprogramm), Baldwin Keck (zuständig für Bauliches), Detlef Rothfuss (Führungen), Petra Echsel (Finanzen), Sonja Spohn (Zweite Vorsitzende). gki


 

Artikel in der Esslinger Zeitung vom 09.01.2008

Täglich eine Ration Geschichte

KÖNGEN:  Dieter Griesshaber füllt die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins mit Inhalt - Rettungsanker für Schüler und Studenten

Wenn es um deutsche Geschichte geht, ist die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen spitze. Die Internet-Suchmaschine Google nennt sie als erste Adresse für dieses Schlagwort. Dass die Seite zu den beliebtesten und besten Informationsquellen für historische Themen zählt, ist Dieter Griesshaber zu verdanken: Der 71-Jährige arbeitet täglich daran, den Inhalt zu erweitern.

Von Karin Ait Atmane

 
Dieter Griesshaber hat schon vielen Schülern und Studenten das Leben erleichtert. Das Internet-Gästebuch mit fast 1000 Einträgen ist voll von lobenden und dankenden Kommentaren. Anna aus Fulda empfindet die Homepage als einen „6er im Lotto“ für ihr Geschichtsabitur, andere loben die „super Zusammenfassung“ und „geniale Übersichtlichkeit“ und finden, dass sich Lehrer davon eine Scheibe abschneiden könnten. Griesshaber hat schon im Studium und Berufsleben gerne umfangreiche Themen strukturiert und Zusammenhänge übersichtlich dargestellt. Im Beruf als Volkswirt bei einer großen Computerfirma blieb ihm nur wenig Freizeit, zum Geschichts- und Kulturverein stieß er erst nach seiner Pensionierung: Der Vereinsvorsitzende Bernd Weigel hatte ihn angesprochen und gefragt, ob er eine Homepage für den Verein erstellen wolle. Griesshaber machte sich an die Arbeit und als die Struktur stand, ging er zum Inhalt über: Er sichtete die Ortsgeschichte, nahm sich dann, nach Epochen gegliedert, die württembergische und die deutsche Geschichte vor, schließlich das römische Reich. Für jeden Abschnitt holt er sich einen Stapel Bücher aus Stuttgarter Bibliotheken, studiert rund drei Monate lang die Quellen, fasst zusammen und verdichtet. Zwei bis drei Stunden täglich sind schnell vorbei: „Mir vergeht die Zeit am Computer, wenn ich mich mit der Materie beschäftige, unheimlich schnell.“ Wichtig ist dem 71-Jährigen, eine knappe Übersicht zu bieten und gleichzeitig Hintergründe und Bezüge zur Gegenwart aufzuzeigen. Geschichte sei wichtig, um die heutige Zeit zu verstehen und einen eigenen Standpunkt zu finden, sagt er. Den Lesern ermöglicht er durch seine Textgestaltung mit Einzügen, gezielt weiter in die Tiefe zu gehen oder aber nur die nackten Daten durchzulesen. Würde man den aktuellen Inhalt der Homepage in ein Buch fassen, wäre das an die 600 Seiten dick, schätzt der Verfasser. Das wissenschaftliche Arbeiten macht ihm Spaß, regelmäßig hört er Vorlesungen an der Universität Stuttgart. Er hat sich Wissensdurst und Neugier bewahrt, seine Frau lässt ihm die Freiräume fürs Studieren und Bücherwälzen.
 
Fast zwei Millionen Zugriffe
 
Ein Glück sei es, an den Köngener Geschichts- und Kulturverein geraten zu sein, sagt Griesshaber: Da werde zwar lebhaft diskutiert, aber man komme harmonisch zu einem Ergebnis. Demnächst will er Literatur und Philosophie, seine anderen Steckenpferde, in Bezug zur deutschen Geschichte setzen, zunächst am Beispiel Heinrich Heines: „Das war einer der ersten politischen Schriftsteller, die genau ihre Zeit reflektiert haben.“
 
Fast zwei Millionen Mal wurde die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins aufgerufen, seit sie im Mai 2001 ans Netz ging. 2007 kam die Hälfte der Zugriffe aus dem Inland, der Rest aus 144 anderen Ländern. Bei den ausländischen Gästen liegt Österreich vor der Schweiz, Frankreich, den USA und Polen.
 

 

Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 28.04.2006:

 

Das Rad nicht erfunden, aber verständlich beschrieben

Von Thomas Schorradt

Internetseite des Geschichts- und Kulturvereins Köngen gilt als Perle im weltweiten Netz - Mehr als eine Million Aufrufe bisher

KÖNGEN/FUNAFUTI. "Die Welt klickt sich auf Köngen", sagt Dieter Griesshaber. Tuvalu auch. Auf der Südseeinselgruppe greift ein Internetsurfer regelmäßig auf die Seiten des Geschichts- und Kulturvereins Köngen zu. Im Netz genießt Griesshabers Geschichtsstunde schon Kultstatus.

In seinem Berufsleben hat der gelernte Computeringenieur Griesshaber der Geschäftsführung von IBM als Chefberater zugearbeitet. Jetzt, im Ruhestand, arbeitet er der weltweiten Internetgemeinde zu. Als Plattform dient ihm die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen. Vor beinahe genau fünf Jahren, am 1. April 2001, hat Griesshaber dort die erste Seite ins Netz gestellt. Inzwischen sind es 86 Dokumente, die Griesshaber den Nutzern kostenlos zur Verfügung stellt. 

Die Bandbreite der Themen reicht von den römischen Kämpfen gegen die Germanen im ersten vorchristlichen Jahrhundert über "Weltbild und Gesellschaftsordnung des späten Mittelalters" bis hin zur deutschen Wiedervereinigung. Allein der deutschen Geschichte von 1250 bis 1989 sind 30 Aufsätze gewidmet. Jeder von ihnen nimmt ausgedruckt rund 14 DIN-A4-Seiten in Anspruch.

Die Begeisterung, mit der sich die Netzgemeinde durch die Köngener Geschichtsseiten klickt, lässt sich messen. Täglich wird die Adresse der Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen bis zu 2000-mal aufgerufen. Seit die Geschichtsreise im Netz begonnen hat, ist die Seite des Geschichts- und Kulturvereins mehr als eine Million Mal aufgerufen worden. Spitzenreiter sind die Aufsätze über die Innen- und Außenpolitik Bismarcks, die Weimarer Republik und die Deutsche Teilung.

Das Interesse an der Deutschen Geschichte ist weltweit. "Die Aufrufe kommen aus 80 Ländern der Erde", sagt Griesshaber. Tuvalu, eine Inselgruppe nördlich von Neuseeland, zählt seit einem halben Jahr regelmäßig zu den Top 30 in der Nationenwertung. Wer sich vom Südseeparadies aus auf Köngen durchklickt, ist Griesshaber bisher allerdings verborgen geblieben.

Nicht verborgen geblieben sind ihm allerdings die begeisterten Kommentare, die ihm beinahe täglich ins virtuelle Gästebuch geschrieben werden. Er habe das Rad zwar nicht erfunden, aber es verständlich beschrieben - so lässt sich zusammenfassen, was dem Internetautor massenhaft als Dankesadresse zufliegt. Vor allem Schüler, Lehrer und Studenten greifen gerne auf das gesammelte und gut verdaulich aufbereitete Geschichtswissen Griesshabers zu. Der Anspruch, Zusammenhänge ideologiefrei und verständlich aufzubereiten, ist für den Computerfachmann die Leitlinie jeder Veröffentlichung. "Da profitiere ich noch von meiner beruflichen Erfahrung. Bei den Geschäfts- und Marktanalysen, für die ich verantwortlich war, wird der Blick für das Wesentliche geschärft", sagt Griesshaber. 

Neben den geschichtlichen Abläufen kommen auf seinen Seiten auch die gesellschaftliche und die kulturelle Entwicklung nicht zu kurz. Jüngstes Ergebnis des griesshaberschen Forschergeistes ist eine Abhandlung zum Thema "Die Entstehung und Ausbreitung des Christentums". Wie bei den anderen Aufsätzen auch hat sich Griesshaber dazu zwei bis drei Monate in alle greifbare Literatur vertieft, die Fakten gesammelt und auf den Punkt gebracht.

Nicht nur gemessen an der Zahl der Zugriffe ist die Köngener Seite ein Renner. Auch qualitativ gehört die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen zu den Perlen im Netz. "Das hessische Kultusministerium empfiehlt unsere Seiten im Rahmen des Projekts Lehrplan online sowohl den Lehrern als auch den Schülern zum Studium", sagt Griesshaber. Wer die Internet-Suchmaschine Google mit dem Stichwort "Deutsche Geschichte" füttert, stößt gleich an zweiter Stelle auf die Köngener Seite - nur getoppt vom Deutschen Historischen Museum Berlin.


Artikel in der Esslinger Zeitung vom 3.6.2006

Internet-Surfer in der Südsee studiert die Römer

KÖNGEN: Geschichts- und Kulturverein vermittelt Historie pädagogisch wertvoll - Engagement für die Sanierung des Schlosses

Weshalb ist die Revolution von 1848 in Deutschland gescheitert? Auf diese und andere Fragen liefert der Köngener Geschichts- und Kulturverein Antworten im Internet. Wissensdurstige aus der ganzen Welt - von einer Südseeinsel bis in die USA - nutzen die Internet-Seite, die der Köngener Dieter Griesshaber mit viel Sorgfalt gestaltet. "Ich staune manchmal selbst, wer unsere Seite besucht", sagt der historisch interessierte Webmaster.

Von Elisabeth Maier

Mehr als eine Million Internet-Nutzer haben die Seite bisher aufgerufen. Vor genau fünf Jahren startete Griesshaber das Projekt. Selbst ein Internet-Surfer von der Südseeinsel Tuvalu klickt sich regelmäßig auf die Seiten ein und will mehr über römische Geschichte oder die Französische Revolution wissen. Darauf ist der Computerfachmann Griesshaber besonders stolz.

Und auch die pädagogische Qualität seines Internet-Auftritts ist ihm schon von berufener Stelle bestätigt worden. Das hessische Kultusministerium empfiehlt die Seite des Köngener Geschichts- und Kulturvereins den Lehrern und Schülern zur Lektüre. Dass man auf der Köngener Website gut über historische Fakten informiert wird, hat sich inzwischen in ganz Deutschland herumgesprochen.

Geschichtskurs mit der Maus

Ihn habe es manchmal schockiert, wie wenig selbst Abiturienten über die deutsche Geschichte wissen. "Da haben wir uns im Verein überlegt, trockene historische Fakten für alle verständlich aufzubereiten." Mit der Maus können junge und ältere Internet-Nutzer quer durch die deutsche Geschichte surfen. "Das ist ein Medium, das gerade junge Leute anspricht", sagt Griesshaber.

Entsprechend lang ist die Dankesliste, die dem Mitglied des Geschichts- und Kulturvereins immer wieder ins elektronische Gästebuch flattert. Franziska Schütt aus Grömitz in Schleswig-Holstein hat die Internet-Seite sehr geholfen: "Hallo, ich muss zugeben, dass ich so eine bin, die sich auf eine Klausur vorbereitet und ich bin sehr dankbar, dass es diese Seite gibt, denn ich hatte schon befürchtet, dass es schief gehen würde. Vielen Dank. Es ist toll, dass ihr eine solche Seite auf die Beine gestellt habt."

Der Internet-Auftritt ist nur eine der vielen Aktivitäten, die der Köngener Geschichts- und Kulturverein seit Jahren initiiert. "Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, die Sanierung des Köngener Schlosses finanziell zu unterstützen", sagt der Vorsitzende Bernd Weigel. Mit dem Verkauf von Postkarten, Publikationen und mit den Mitgliedsbeiträgen unterstützen die rührigen Bürger die Sanierung des historischen Gebäudes. Den Einbau eines stilgerechten Kachelofens im Renaissance-Rittersaal haben sie mit 18 500 Euro finanziert. Ebenso ließen sie über dem Nordportal ein Wappen der Ritter von Thumb und Neuburg anbringen. Das sind die ursprünglichen Besitzer des Köngener Schlosses. Derzeit legt der Restaurator Hans Cabanis aus Esslingen eine weitere Wandzeichnung im Rittersaal frei. Auch seinen Einsatz unterstützt und begleitet der Köngener Geschichts- und Kulturverein. "Noch ist nicht viel zu sehen", sagt der Restaurator bei der Arbeit im Rittersaal. "Aber ich ahne schon, was da hinter der weißen Farbe auftauchen könnte", meint er verschmitzt. Mehr möchte der Kunstexperte jetzt allerdings noch nicht verraten. Das Freilegen von Wandzeichnungen ist "eine sehr filigrane Arbeit, die immens viel Zeit kostet", erklärt Cabanis.

Werbetrommel für Sanierung

Die Hobby-Historiker wollen aber mehr sein als Sponsoren: "Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, den Köngenern zu vermitteln, wie wichtig der Erhalt ihres Schlosses ist", sagt Bernd Weigel. Selbst wenn das die Kommune einiges koste, müssen man das als eine Investition in die Zukunft sehen. In Gesprächen mit Gemeinderäten und Bürgern rührt der Ingenieur, der an der Technischen Akademie Esslingen tätig ist, die Werbetrommel für das Sanierungsprojekt. Ein Kulturdenkmal wie das Schloss muss aus seiner Sicht für spätere Generationen erhalten werden. "Das gehört zur Identität einer Gemeinde."

Das größte Vergnügen bereitet den Vereinsmitgliedern, selbst in Geschichtsbüchern zu schmökern. In etlichen Publikationen haben sie Köngener Geschichte für ein breites Publikum aufbereitet. "Das Schönste ist, wenn wir dann über historische Themen diskutieren können", findet Bernd Weigel.


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Stand: Copyright © 2019 Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.                                                  Autor: Dieter Griesshaber

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