Besuch der Ausstellung „GESTAPO VOR GERICHT“ im Hotel Silber in Stuttgart
Am Samstag, dem 5. April 2025 bieten wir einen Besuch der Ausstellung „GESTAPO VOR GERICHT“ – Die Verfolgung von NS-Verbreche(r)n im HOTEL SILBER in Stuttgart an!
Beginn der Führung um 11.00 Uhr.
Kostenbeitrag für Eintritt und Führung: 12 Euro – zuzüglich Fahrtkosten für Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Treffpunkt für Fahrt mit der S-Bahn um 9.30 Uhr am Rathaus, um Fahrgemeinschaften nach Wendlingen bilden zu können.
Im Anschluss ist ein Mittagessen im angrenzenden Restaurant AMADEUS möglich. Wir bitten um eine entsprechende Angabe bei der Anmeldung (bis zum 2. April 2025): anmeldung@geschichtsverein-koengen.de / telefonisch 81584 (Isolde Mayer).
Das HOTEL SILBER ist ein historischer Ort – ein Ort des organisierten NS-Terrors. Mehr als ein halbes Jahrhundert war es ein Ort der Polizei.
Im HOTEL SILBER berichteten bereits in der Weimarer Republik Polizeispitzel über Staatsfeinde und politische Störenfriede – und wen sie dafür hielten.
Während des NS-Regimes unterschrieben hier Mitarbeiter der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) Erlasse, die für Tausende von Menschen in Württemberg und Hohenzollern Überwachung, Verfolgung, Verschleppung und Tod bedeuteten. Hier arbeiteten nach der NS-Zeit ehemalige Verfolgte und Verfolger Tür an Tür bei der Stuttgarter Kriminalpolizei zusammen.
Heute ist das HOTEL SILBER ein Ort des historisch-politischen Lernens und der Begegnung – hervorgegangen aus einem Bürgerbeteiligungsprojekt.
Die Sonderausstellung „GESTAPO VOR GERICHT“ befasst sich mit der Verfolgung von NS-Verbreche(r)n.
Die Gestapo war an nahezu allen nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt: Misshandlungen, Deportationen, Verfolgung, Ermordung zahlreicher Menschen. Nur wenige mussten sich dafür vor Gericht verantworten.
Die Sonderausstellung beleuchtet die schwierige rechtliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Gestapo. Aber nicht nur im Gerichtssaal wurden Fragen nach Schuld, Verantwortung und Strafe verhandelt. Die Prozesse lösten gesellschaftliche und politische Debatten über den Umgang mit der NS-Vergangenheit aus: Ist Gerechtigkeit oberstes Gebot? Oder muss sie im Land der Täter/-innen gegen den „gesellschaftlichen Frieden“ abgewogen werden? Wie lange nach der Tat ist Sühne noch sinnvoll?
(Auszüge aus den Faltblättern HOTEL SILBER – www.geschichtsort-hotel-silber.de)